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23. Oktober 2011 243 Views

Google dreht Keywords ab

So schön hatten Webmaster die Logfiles als Basis für Optimierungen im Griff. Da dreht Google plötzlich die Übergabe der Begriffe als Referer in den Logfiles ab und Webmaster tappen im Dunkeln.

Können Sie sich ein Leben als SEO oder Webmaster vorstellen, bei dem Sie nicht wissen, mit welchen Begriffen User von Google zu Ihnen auf die Website gelangen? Nun, wir sind am halben Weg in genau so eine Welt. Aus Datenschutzgründen (bzw. aus Paranoia) verhindert Google bereits viele der Informationen, an denen Webmaster so hängen.

Derzeit ist der Filter, der über ‘anonymisierende’ Zwischenseiten aus dem https-Bereich realisiert wird, auf den internationalen Google-Seiten aktiv, wenn man als User eingeloggt ist. Unter google.com mit aktivem Login sieht die Website, auf die man nach einem Klick gelangt, also nicht mehr mit welchem Begriff man dort hin kam. Das Keyword im ‘q=’-Parameter ist nicht mehr enthalten.

Auf google.at oder .de ist das derzeit noch nicht der Fall, auch nach dem Login nicht. Dass die Änderung auch hier stattfinden wird, ist aber offensichtlich. Doch was bezweckt Google damit? Dem User mehr Datenschutz zu bieten (?) und gleichzeitig ein ‘allwissendes’ Login bei Google selbst vorauszusetzen, ist argumentativ nicht stimmig. Das Login vorauszusetzen, bringt für Google schon mehr für das eigene Social Network – man bindet User damit um so mehr. Nimmt man das schräge Argument der Privatsphäre hingegen ernst, dann werden wir bald auch bei den Usern ohne Login keinen Referer mit Keywords mehr sehen (das aktive Umsteigen auf SSL ist bereits möglich). Beide Szenarien sind nicht positiv zu bewerten, schließlich verhindert das eine seriöse Auswertung der Aktivitäten auf der eigenen Website.

Es könnte aber auch sein, dass Google die hauseigene Analyse mit Analytics weiterhin mit Informationen füttert, die Webmaster Tools wurden dazu ja bereits angebunden. Auch hier ist das Datenschutz-Argument dahin, dafür aber der Zwang zur Nutzung von Google-Werkzeugen um so stärker – hier dann für Webmaster. Nur die Webmaster Tools kommen dann nämlich als Quelle für Daten in Frage – und da nur Begriffe an sich, aber nicht die Relation Begriff zu Zielseite.

Die Änderungen sind gewollter Natur und nicht erzwungen. Zwar führt Google an, dass die Umstellung auf SSL den Referer verhindert, jedoch wird die Zwischenseite ohne https aktiv eingeschaltet. Deren Referer sieht der Zielserver sehr wohl (man kann also die Herkunft ‘Google’ weiterhin tracken), nur wird dieser Link bewusst ohne Keyword gesetzt. Spannend dabei ist, dass diese Einschränkung nur für die organische Suche gilt, nicht aber für die bezahlten Adwords-Plätze, wo es weiterhin alle Daten im Referer gibt. Es ginge also auch anders.

In diesem Zusammenhang nennen Kritiker in den USA auch immer Mitbewerber am Werbekuchen, die die Keywords in den Referern von Google auswerten und eigenes Targeting darauf aufsetzen. Werbeanzeigen also, die auf Basis des Suchbegriffes von Usern gezeigt werden, aber die nicht von Google kommen, sollen demnach ein Grund für Google sein, solche Begriffe künftig nicht mehr zu melden.

Interessant ist, dass der Aufschrei im Internet bisher ausblieb. Die Auswirkungen sind schließlich so weitreichend, dass eine ganze SEO-Industrie den Boden unter den Füßen weggezogen bekommt. Könnte gut sein, dass in wenigen Tagen sehr viele der gewohnten (und bezahlten) Werkzeuge ihren Dienst versagen. Heute verlieren sie zumindest einmal Relevanz und Aussagekraft, denn zumindest jene User mit Google-Login fallen durch den Rost, wenn es um Keyword-Analysen geht…

[Quelle: webwizard.at]

Letzes Update: 09. Dezember 2017  |  Ing. Alexander Habernig
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Autor: Ing. Alexander Habernig
Fachwirt für Medieninformatik und Mediendesign
Als Inhaber der Villacher Webagentur bin ich mit Leidenschaft und Neugier den Themen Webdesign und SEO schon über Jahre verfallen. Messbare Suchmaschinenoptimierung ist mir dabei wichtig.
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